(Canberra, 5. Februar 2026). Der deutsche Außenminister Dr. Johann Wadephul trifft sich mit dem australischen Minister für Industrie und Innovation, Senator Tim Ayres, und dem Minister für Handel und Tourismus, Senator Don Farrell, um die deutsch-australischen Beziehungen zu besprechen und das Bekenntnis zur weiteren Festigung der Partnerschaft mit Australien zu verdeutlichen. Das erwartete Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien rückt möglicherweise in greifbare Nähe.
Dr. Johann Wadephul, deutscher Außenminister, reiste nach Australien, um sich mit seinen australischen Amtskollegen zu treffen, um die bestehenden Beziehungen zu stärken und ein widerstandsfähigeres globales Netzwerk von Partnerschaften zu fördern, das auf gemeinsamen strategischen Interessen basiert. Am Donnerstagmorgen nahm er an einem Roundtable mit Senator Tim Ayres, Minister für Industrie und Innovation, Senator Don Farrell, Minister für Handel und Tourismus, und mehreren Vertretern der Industrie aus dem Bereich der kritischen Mineralien teil.
Dr. Jens Goennemann, Vorstandsvorsitzender der AHK Australien, nahm an dem Roundtable teil, um Perspektiven zur Bedeutung und Aktualität eines koordinierten deutsch-australischen Ansatzes zur Bewältigung von Herausforderungen wie der Versorgungsketten für kritische Mineralien auszutauschen.
„Ein Ministerbesuch dieser Größenordnung stärkt die australisch-deutschen Beziehungen erheblich. Ich erinnere mich noch gut an den G20-Gipfel 2014 in Brisbane und die Auswirkungen, die er auf beide Länder hatte, sowohl im Vorfeld als auch im Nachgang.“ – Dr. Jens Goennemann, Vorstandsvorsitzender der AHK Australien.
Australien war eine wichtige Station auf Minister Wadephuls Reise durch fünf Länder im indopazifischen Raum. Er reiste nach Singapur, Neuseeland und Tonga, bevor er am Mittwoch, dem 4. Februar, in Canberra eintraf. Nach einem intensiven 24-Stunden-Programm mit Treffen und Terminen brach er zur letzten Etappe seiner Reise nach Brunei auf.
Australien und die Europäische Union führen weiterhin Verhandlungen über ein lang ersehntes Freihandelsabkommen. Aus den bisherigen Gesprächen geht hervor, dass beide Seiten daran interessiert sind, die Verhandlungen abzuschließen und das Abkommen in Kraft zu setzen. Mehrere Medien berichten, dass die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, noch in diesem Monat nach Australien reisen will, um ein umfassenderes Sicherheits- und Handelspaket abzuschließen. Ihr Besuch würde Berichten zufolge auf ein Treffen zwischen dem EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und seinem australischen Amtskollegen, dem Minister für Handel und Tourismus Don Farrell, nächste Woche in Brüssel folgen. Diese Berichte zitieren Quellen, die unter der Bedingung der Anonymität sprechen, da die Termine und Vereinbarungen noch vorläufig sind.
Ein erfolgreiches Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien würde die Zusammenarbeit erheblich vertiefen, insbesondere in den Bereichen kritische Mineralien und Energie. Australiens Reichtum an wichtigen kritischen Mineralien, die für die deutsche und europäische Produktion unverzichtbar sind, macht das Land zu einem strategischen Partner und einer wichtigen Alternative zur Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen. Ein koordiniertes, gemeinsames Vorgehen wird für die Sicherung und Stärkung dieser Lieferketten von entscheidender Bedeutung sein.
Während seines Besuchs traf Minister Dr. Wadephul auch die Senatorin Penny Wong, Außenministerin Australiens, wobei beide Seiten eine gemeinsame Erklärung abgaben, die die Stärke und Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Australien unterstreicht. Vor dem Hintergrund eines sich rasch wandelnden geopolitischen Umfelds und der Entstehung neuer strategischer Partnerschaften gibt es einen klaren Impuls für eine verstärkte Ausrichtung auf die Kooperation zwischen Deutschland und Australien.
Wie in Canberra zu beobachten war, blicken beide Länder optimistisch in die Zukunft ihrer Partnerschaft und sind entschlossen, die wirtschaftliche Entwicklung in beiden Regionen aktiv zu unterstützen.
Wir danken der deutschen Botschaft in Canberra herzlich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die freundliche Einladung nach Canberra.
Über die AHK Australien:
Die AHK Australien mit Niederlassungen in Sydney und Melbourne verfügt über mehr als 45 Jahre Erfahrung und ein kompetentes Team von Experten und Partnern, die alle Aspekte des australischen Marktes kennen. Die AHK Australien ist Teil des globalen Netzwerks der Auslands-Handelskammern (AHKs) mit über 150 Büros in mehr als 90 Ländern. Die AHKs sind wichtige Akteure bei der Förderung des deutschen Außenhandels und der Wirtschaftsentwicklung im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland.